Ab 2026 gelten neue Vorgaben, damit du für öffentliche Ladepunkte die THG-Quote erhältst. Wir zeigen dir, was sich ändert und was du jetzt vorbereiten solltest.
Am Betrieb deiner Ladepunkte ändert sich nichts. Neu sind die Anforderungen, damit dein Ladestrom für die THG-Quote angerechnet werden kann: Messung, Meldung und Nachweisführung.
Damit dein Ladepunkt für 2026 berücksichtigt wird, brauchen wir alle Angaben bis zum 31.01.2027. Du kannst deine IDs (EVSE-ID und Ladeeinrichtungs-ID) ab sofort in deinem Profil eintragen und dort auch die notwendige Eigenerklärung abgeben.
Details lesenWichtig: Ohne eichrechtskonforme Messung keine THG-Prämie mehr
Ab dem Verpflichtungsjahr 2026 zählt nur noch Strom, der eichrechtskonform gemessen wird. Andere Messstandards, wie z. B. MID-konforme, sind nicht ausreichend. Außerdem braucht jeder Ladepunkt eine eigene EVSE-ID. Wenn du nicht alle Punkte der Eigenerklärung bestätigen kannst, können wir deinen Ladepunkt leider nicht mehr melden. Das gilt auch, wenn du in den Vorjahren eine Prämie bekommen hast.
Erfüllt dein Ladepunkt diese Anforderungen nicht, musst du nichts weiter tun. Ohne vollständige Angaben können wir für diesen Ladepunkt nichts einreichen. Die THG-Prämie für dein Fahrzeug bleibt davon unberührt.
Was sich für die THG-Quote ändert
Die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung (38. BImSchV) regelt, unter welchen Bedingungen Strom aus öffentlichen Ladepunkten auf die THG-Quote angerechnet wird. Mit der Änderung gelten für das Verpflichtungsjahr 2026 strengere Anforderungen an Messung, IDs und Nachweise. Für dich als Betreiber heißt das vor allem: eine Eigenerklärung abgeben, je Ladepunkt die EVSE-ID bereitstellen und je Ladeeinrichtung die Ladeeinrichtungs-ID.
Was sich ändert
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Eichrechtskonforme Messung
Für die THG-Prämie zählt eine Strommenge nur, wenn sie am Ladepunkt mess- und eichrechtskonform erfasst, manipulationssicher gespeichert und für Dritte nachprüfbar bereitgestellt wird.
Ob deine Ladeeinrichtung eichrechtskonform ist, können wir nicht für dich prüfen.
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Eigenerklärung des Betreibers
Betreiber bestätigen einmal im Jahr mit einer Eigenerklärung, dass Erfassung, Speicherung und Nachprüfbarkeit der Messwerte am Ladepunkt mess- und eichrechtskonform erfolgen.
Die Eigenerklärung ist eine verbindliche Liste von Anforderungen, die dein Ladepunkt und deine gemeldeten Strommengen erfüllen müssen. Mit dem Häkchen in deinem Profil bestätigst du, dass alle zutreffen. Für die Richtigkeit bist du als Betreiber*in verantwortlich.
Eigenerklärung ansehen - 3
Neue IDs erforderlich
Für die Meldung brauchen wir für jeden öffentlich zugänglichen Ladepunkt die vollständige EVSE-ID und die Ladeeinrichtungs-ID aus dem Ladesäulenregister.
Wo du sie findest
Welche IDs du brauchst und wo du sie findest
EVSE-ID
Beispiel:DE*ABC*E12345678
Die EVSE-ID kennzeichnet einen einzelnen Ladepunkt – also einen Steckplatz, an dem ein Auto lädt. Eine Ladeeinrichtung mit zwei Ladepunkten hat zwei EVSE-IDs. Für jeden öffentlich zugänglichen Ladepunkt brauchen wir die vollständige EVSE-ID.
WO DU SIE FINDEST
Meistens direkt an der Ladeeinrichtung, auf dem Aufkleber neben dem QR-Code unterhalb der Steckdose. Alternativ im Installationsprotokoll oder im Hersteller- oder Backend-Portal.
Ladeeinrichtungs-ID
Beispiel:1000001
Die Ladeeinrichtungs-ID kennzeichnet die Ladeeinrichtung – also das Gerät selbst. Hat es zwei Ladepunkte, teilen sich beide dieselbe Ladeeinrichtungs-ID. Sie ist eine siebenstellige Zahl und wird automatisch erzeugt, sobald du deine Ladepunktanzeige eingereicht hast.
WO DU SIE FINDEST
In deinem Konto im Meldeportal des Ladesäulenregisters der Bundesnetzagentur, unter „Offene Anzeigen“ oder „Meine Ladeeinrichtungen“.
Du kannst deine IDs ab sofort in deinem Profil eintragen und dort auch die notwendige Eigenerklärung abgeben.
Jetzt eintragenEine Meldung von Lademengen pro Ladepunkt und Jahr
Deine Lademengen kannst du das ganze Jahr über in deinem Profil eintragen, so oft du möchtest. Pro Ladepunkt ist beim Umweltbundesamt aber nur eine Meldung pro Jahr möglich. Wir reichen deshalb Anfang des Folgejahres alle Mengen gesammelt ein. Damit dein Ladepunkt berücksichtigt wird, müssen alle Angaben bis zum 31.01.2027 vollständig und korrekt in deinem Profil stehen. Danach kann für dieses Jahr nichts mehr geändert oder nachgetragen werden. Lehnt das Umweltbundesamt einen Ladepunkt ab, melden wir uns bei dir. Die Auszahlung erfolgt, nachdem das Umweltbundesamt die Mengen bescheinigt hat.
Wer ist betroffen

Private Wallboxen
Für rein privat genutzte Wallboxen kommt die THG-Prämie für Ladestrom weiterhin nicht infrage. Dafür muss der Ladepunkt öffentlich zugänglich sein und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass die Strommengen mess- und eichrechtskonform erfasst werden. Die THG-Prämie für dein Fahrzeug bleibt davon unberührt.

Öffentliche Ladepunkte
Hier gelten die neuen Vorgaben. Die THG-Prämie für Ladestrom gibt es nur für Ladepunkte, die im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur veröffentlicht sind und deren Strommengen mess- und eichrechtskonform erfasst, gespeichert und nachprüfbar sind. Öffentlich zugänglich allein genügt nicht. Das gilt auch für Ladepunkte auf Mitarbeiter- oder Kundenparkplätzen: entweder sie sind öffentlich zugänglich, oder sie sind es nicht. Ein Zwischenstatus existiert nicht.
Weiterführende Informationen zur 38. BImSchV
Alle Fristen, Formulare und technischen Anforderungen findest du gebündelt beim Umweltbundesamt.
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Leon
Support Agent