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eAutos am Wendepunkt? Der Markt im Frühjahr 2024

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28.03.2024

PREISENTWICKLUNG, RABATTE UND DER EINFLUSS AUSLÄNDISCHER HERSTELLER - DER EAUTO-MARKT IM FRÜHJAHR 2024

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Momentaufnahme vom März 2024. Die genannten Preise und Rabatte entsprechen dem Stand von damals und gelten heute nicht mehr.

Der Elektroauto-Markt befand sich Anfang 2024 in einem starken Wandel. Im Januar 2024 sanken die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt, auch Neuwagen erfuhren einen Preisrutsch.

Gründe dafür waren wirtschaftliche Unsicherheiten und die Normalisierung der Lieferketten nach der Corona-Krise. Hinzu kamen der Wegfall der Bafa-Prämie und der wachsende Marktanteil preisaggressiver chinesischer Hersteller, die die Autohersteller zu Rabatten und sinkenden Listenpreisen zwangen.

Welche Faktoren damals beim Kauf eine Rolle spielten, zeigt dieser Rückblick.

Inhaltsverzeichnis

PREISENTWICKLUNG BEI ELEKTROAUTOS

Die Preisentwicklung bei Elektroautos zeigte Anfang 2024 eine wechselnde Dynamik. Nach dem Wegfall der staatlichen Förderungen hatte sich der Markt spürbar verändert, Hersteller boten attraktive Rabatte und Preisnachlässe an.

So gewährte Dacia auf den Spring Electric einen Rabatt von 10.000 Euro, was den Preis auf 12.750 Euro senkte. VW kündigte Preisnachlässe auf seine ID-Modelle (ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7) von bis zu 7.735 Euro an, Renault verkaufte den Mégane E-Tech zwischen 6.400 und 7.200 Euro günstiger.

Diese Rabatte variierten je nach Modell und Marke erheblich, von wenigen tausend Euro bis zu rund 19.000 Euro bei bestimmten Modellen. Ein weiteres Beispiel war der Fiat 500 Elektro mit einem Preisnachlass von 5.000 Euro, der den Einstiegspreis auf 24.490 Euro senkte.

Schon damals wurde betont, dass solche Angebote keine dauerhafte Lösung darstellen und die Förderung der eMobilität sowie Investitionen in eine gute Ladeinfrastruktur weiterhin essentiell sind, um den Verkauf von Elektroautos anzukurbeln.

DIE RABATTLAGE IM FRÜHJAHR 2024

Bei der Jagd nach einem Schnäppchen lagen Elektroautos und Verbrenner damals nah beieinander, wobei Verbrenner oft noch einen Tick günstiger waren.

Eine Auswertung des Car-Instituts Duisburg ergab, dass die Hersteller für die 30 zulassungsstärksten Elektroautos im Durchschnitt 13,6 Prozent Rabatt gewährten, während bei den 30 zulassungsstärksten Verbrennern der Durchschnittsrabatt sogar bei 17,1 Prozent lag.

Diese Entwicklung wurde als Versuch der Hersteller interpretiert, den Markt für Privatkunden attraktiver zu gestalten und die von der Bundesregierung gestrichene staatliche Umweltprämie für eAutos mit eigenen Rabatten und Preissenkungen zu ersetzen.

Auch wenn sich damals rund 39 % der Autofahrer*innen vorstellen konnten, auf Elektro umzusteigen, waren in Wirklichkeit nur 5 % bereit, diesen Schritt in den kommenden zwölf Monaten zu wagen.

Viele zögerten und warteten ab, vor allem wegen der hohen Anschaffungskosten, dem Wegfall des Umweltbonus und der Sorge um die Reichweite. Für 2024 erwarteten Branchenexpert*innen deshalb weniger Elektroauto-Neuzulassungen und sogar eine Renaissance des Verbrenners.

DER EINFLUSS VON TESLA UND AUSLÄNDISCHEN HERSTELLERN

Marken wie Tesla, MG aus China und BYD waren auf dem Vormarsch und wollten auf dem deutschen Automarkt kräftig mitmischen. Ihr Plan: mit knallharten Preisen den Konkurrenzkampf ankurbeln.

Sie lockten mit Mega-Rabatten, Anreizen für den Wechsel zu ihren Fahrzeugen und direkten Preissenkungen. Bei einigen Angeboten sparten Käufer*innen sogar mehr als mit der ehemaligen Umweltprämie.

Fahrzeuge wie der MG4, der preislich deutlich unter dem deutschen Pendant VW ID.3 lag, gewannen an Beliebtheit.

Diese Entwicklung erhöhte den Wettbewerbsdruck auf deutsche Automarken - ein Wandel, der den Automobilsektor bis heute prägt.

WAS DAVON HEUTE NOCH GILT

Die konkreten Preise und Rabatte aus diesem Artikel sind überholt. Wer heute über den Kauf eines eAutos nachdenkt, findet hier die aktuelleren Grundlagen:

Unverändert gilt: Wer ein Elektroauto besitzt, kann jedes Jahr die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verkaufen und sich die THG-Prämie auszahlen lassen. Das war 2024 so und ist es heute noch - unabhängig davon, wie sich Kaufpreise und Rabatte entwickeln.

Zuletzt aktualisiert am 14.09.2026

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Sonja