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Glossar: die wichtigsten Begriffe zu THG-Quote und eAuto

WissensplattformTHG-QuoteGlossar: die wichtigsten Begriffe zu THG-Quote und eAuto
18.09.2026

Rund um die THG-Quote und das eAuto begegnen dir ständig Abkürzungen und Fachbegriffe: BEV, CCS, Quotenverpflichtete, Normalladepunkt. Die meisten davon musst du nicht kennen, um deine THG-Prämie zu bekommen, aber wenn du wissen willst, was in deinem Fahrzeugschein steht oder warum dein eAuto an der einen Säule schneller lädt als an der anderen, hilft dieses Glossar.

Wir haben die Begriffe alphabetisch sortiert und so erklärt, dass du sie ohne Vorwissen verstehst. Wo es einen ausführlichen Artikel von uns gibt, ist er verlinkt.

38. BImSchV – Die Verordnung, die regelt, wie Strom aus eAutos auf die Treibhausgasminderungsquote angerechnet wird. Sie ist die rechtliche Grundlage dafür, dass du als Halter eines reinen eAutos überhaupt eine THG-Prämie bekommen kannst.

AC-Laden – Laden mit Wechselstrom, zum Beispiel an einer Wallbox oder einer öffentlichen Ladesäule. Der Strom wird erst im Fahrzeug in Gleichstrom umgewandelt. Deshalb entscheidet nicht die Säule, sondern das Bordladegerät im Auto, wie schnell geladen wird.

Ad-hoc-Laden – Laden ohne Vertrag und ohne vorherige Registrierung. An öffentlich zugänglichen Ladepunkten muss es möglich sein, spontan zu laden und direkt zu bezahlen.

Akku (Traktionsbatterie) – Der Energiespeicher des eAutos. Seine Kapazität wird in Kilowattstunden angegeben und bestimmt zusammen mit dem Verbrauch die Reichweite.

Batteriemanagementsystem (BMS) – Die Steuerungselektronik des Akkus. Sie überwacht Spannung, Temperatur und Ladezustand der einzelnen Zellen, begrenzt die Ladeleistung, wenn es nötig ist, und schützt die Batterie so vor Schäden.

BEV – Battery Electric Vehicle, also ein rein batterieelektrisches Fahrzeug ohne Verbrennungsmotor. Nur BEV sind für die THG-Prämie berechtigt.

Bidirektionales Laden – Der Akku kann nicht nur geladen werden, sondern auch Strom wieder abgeben. Zum Beispiel an ein Gerät, an das Haus oder ins Stromnetz. Fahrzeug und Ladepunkt müssen das beide unterstützen.

Bordladegerät (On-Board-Charger) – Das Bauteil im Fahrzeug, das beim AC-Laden Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt. Seine Leistung ist die Obergrenze fürs Laden an der Wallbox – häufig 11 kW.

CCS (Combined Charging System) – Der in Europa verbreitete Schnellladestandard. Der Stecker erweitert den Typ-2-Stecker um zwei zusätzliche Kontakte für Gleichstrom, sodass ein Anschluss für langsames und schnelles Laden reicht.

CHAdeMO – Ein in Japan entwickelter Schnellladestandard für Gleichstrom. In Europa ist er an deutlich weniger Fahrzeugen und Ladesäulen zu finden als CCS.

CO2-Zertifikat – Ein handelbarer Nachweis über eingesparte Treibhausgase. Im Zusammenhang mit der THG-Quote steht er für die Einsparung, die dein eAuto gegenüber einem Verbrenner erzielt. Dieser Nachweis wird gebündelt und an quotenverpflichtete Unternehmen verkauft. Daraus entsteht deine Prämie.

DC-Laden – Laden mit Gleichstrom. Die Umwandlung passiert in der Ladesäule statt im Fahrzeug, deshalb sind viel höhere Ladeleistungen möglich als beim AC-Laden.

Dienstwagenbesteuerung – Wird ein reines eAuto als Dienstwagen privat genutzt, wird für die Versteuerung nur ein Viertel des Bruttolistenpreises angesetzt statt des vollen Werts. Dabei gilt eine Obergrenze für den Bruttolistenpreis, deren Höhe vom Anschaffungszeitpunkt abhängt: Für Anschaffungen nach dem 30. Juni 2025 liegt sie bei 100.000 Euro. Mehr dazu in unserem Artikel zur eAuto-Förderung.

eAuto – Umgangssprachlich für ein Fahrzeug mit Elektroantrieb. Für die THG-Prämie zählt allerdings nur das reine eAuto (BEV) – Hybride sind nicht berechtigt.

Eichrecht – Wer Strom nach Kilowattstunden abrechnet, muss ihn genau messen und die Messung für Kunden nachvollziehbar machen. Deshalb brauchen öffentliche Ladepunkte, die pro kWh abrechnen, geeichte Zähler.

Energiedichte – Wie viel Energie eine Batterie bezogen auf ihr Gewicht oder ihr Volumen speichern kann. Je höher die Energiedichte, desto mehr Reichweite passt in denselben Bauraum.

Erstzulassung – Das Datum, an dem ein Fahrzeug zum ersten Mal zugelassen wurde. Es steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I und ist für einige steuerliche Regelungen maßgeblich.

Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) – Das Dokument, das du für die THG-Prämie einreichst. Darin stehen der Halter und die Antriebsart. Für die Prämie muss dort ein reines Elektrofahrzeug ausgewiesen sein.

Feststoffbatterie – Eine Batteriebauart, bei der der flüssige Elektrolyt durch einen festen ersetzt wird. Mehrere Hersteller und Zulieferer arbeiten daran; in Serienfahrzeugen ist die Technik bislang nicht verbreitet.

Förderung – Sammelbegriff für staatliche Unterstützung beim Kauf und Betrieb eines eAutos: Kaufprämie, Steuervorteile, Zuschüsse für Ladeinfrastruktur. Welche Programme aktuell laufen, steht in unserem Artikel zur eAuto-Förderung.

Halter – Die Person oder Firma, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Nur der Halter kann die THG-Prämie beantragen – nicht zwingend der Eigentümer und nicht der, der das Auto fährt.

HPC (High Power Charging) – Schnellladen mit besonders hoher Gleichstromleistung. Üblicherweise wird der Begriff ab etwa 150 kW verwendet, eine feste Definition gibt es dafür nicht.

Hybrid – Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und zusätzlichem Elektromotor. Weder Voll- noch Plug-in-Hybride sind für die THG-Prämie berechtigt.

Kfz-Steuer – Reine eAutos sind befristet von der Kfz-Steuer befreit. Ob und wie lange die Befreiung gilt, hängt vom Datum der Erstzulassung ab. Details in unserem Artikel zur eAuto-Förderung.

Kilowatt und Kilowattstunde – Zwei Größen, die leicht verwechselt werden. Kilowatt (kW) ist die Leistung, also wie schnell geladen wird. Kilowattstunde (kWh) ist die Energiemenge, also wie viel im Akku steckt oder wie viel du geladen hast.

Ladekarte – Karte oder App eines Ladeanbieters, mit der du dich an der Säule freischaltest. Über Roaming funktionieren viele Karten auch an Säulen anderer Betreiber – oft zu anderen Preisen.

Ladekurve – Die Ladeleistung ist während eines Ladevorgangs nicht konstant. Sie ist bei niedrigem Ladestand am höchsten und sinkt, je voller der Akku wird. Deshalb dauert der Weg von 80 auf 100 Prozent oft länger als von 20 auf 80.

Ladeleistung – Die Leistung in Kilowatt, mit der geladen wird. Maßgeblich ist immer der niedrigste Wert in der Kette aus Anschluss, Ladepunkt, Kabel und Fahrzeug.

Ladepunkt – Die Stelle, an der jeweils ein Fahrzeug gleichzeitig geladen werden kann. Eine Ladesäule hat oft zwei Ladepunkte.

Ladesäulenverordnung (LSV) – Regelt die Anforderungen an öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland, unter anderem Steckertypen und die Möglichkeit, spontan zu bezahlen.

Ladestand (State of Charge, SoC) – Der aktuelle Füllstand des Akkus in Prozent.

Ladeverluste – Ein Teil der Energie, die du aus dem Netz beziehst, kommt nicht im Akku an, sondern geht als Wärme verloren. Wie hoch die Verluste sind, hängt unter anderem von Ladeleistung, Temperatur und Fahrzeug ab.

Ladezyklus – Eine vollständige Ladung von leer auf voll. Teilladungen werden anteilig gerechnet. Die Zyklenzahl ist einer der Faktoren für die Alterung des Akkus.

Leasing – Auch bei geleasten oder finanzierten Fahrzeugen gibt es die THG-Prämie. Entscheidend ist allein, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist.

Lithium-Ionen-Akku – Die heute gängige Batterietechnik in eAutos. Es gibt verschiedene Zellchemien, die sich in Energiedichte, Lebensdauer und Kosten unterscheiden.

Messstellenbetreiber – Das Unternehmen, das den Stromzähler einbaut, betreibt, wartet und die Messwerte weitergibt. Standardmäßig ist das der grundzuständige Messstellenbetreiber vor Ort; man kann aber auch einen anderen beauftragen.

MID-Zähler – Ein Stromzähler, der der europäischen Messgeräterichtlinie (Measuring Instruments Directive) entspricht und deshalb für die Abrechnung verwendet werden darf.

Normalladepunkt – Ein Ladepunkt mit einer Ladeleistung von höchstens 22 kW. Alles darüber gilt als Schnellladepunkt.

Ökostrom – Strom aus erneuerbaren Quellen. Für die THG-Prämie spielt es keine Rolle, welchen Stromtarif du zu Hause hast – die Berechnung erfolgt pauschal.

PHEV – Plug-in-Hybrid Electric Vehicle, ein Hybrid, der zusätzlich an der Steckdose geladen werden kann. Weil ein Verbrennungsmotor verbaut ist, ist er nicht für die THG-Prämie berechtigt.

Plug & Charge – Fahrzeug und Ladepunkt erkennen und authentifizieren sich gegenseitig über das Ladekabel (Standard ISO 15118). Karte oder App sind dann nicht mehr nötig – einstecken genügt.

Quotenverpflichtete – Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, zum Beispiel Mineralölkonzerne. Sie sind gesetzlich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe zu mindern, und können dafür Zertifikate aus eAuto-Ladestrom kaufen. Sie sind die Käuferseite hinter deiner THG-Prämie.

Reichweite – Wie weit ein eAuto mit einer Akkuladung kommt. Der tatsächliche Wert weicht von der Herstellerangabe ab und hängt stark von Tempo, Temperatur, Beladung und Fahrstil ab.

Rekuperation – Beim Bremsen und Verzögern arbeitet der Elektromotor als Generator und lädt Energie zurück in den Akku, statt sie als Wärme zu verlieren.

RFID – Die Funktechnik, mit der klassische Ladekarten an der Säule gelesen werden.

Roaming – Vereinbarungen zwischen Ladeanbietern, durch die du mit deinem Vertrag auch an fremden Säulen laden kannst. Bequem, aber häufig teurer als beim Betreiber direkt.

Schnellladepunkt – Ein Ladepunkt mit mehr als 22 kW Ladeleistung. In der Praxis sind das meist Gleichstromsäulen.

Schuko-Steckdose – Die normale Haushaltssteckdose. Laden ist damit grundsätzlich möglich, aber sehr langsam und nur als Notlösung gedacht – die Leitung ist für stundenlange Dauerlast nicht ausgelegt.

Supercharger – Das Schnellladenetz von Tesla. Ein Teil der Standorte ist inzwischen auch für Fahrzeuge anderer Marken nutzbar.

THG-Prämie – Die Auszahlung, die du als Halter eines reinen eAutos einmal pro Kalenderjahr dafür bekommst, dass die eingesparten Treibhausgase deines Fahrzeugs als Zertifikat verkauft werden. Wie der Antrag abläuft, steht in unserem Artikel THG-Prämie beantragen.

THG-Quote – Kurzform für die Treibhausgasminderungsquote und zugleich der gängige Name für das ganze System aus Nachweis, Bescheinigung und Handel, aus dem die THG-Prämie entsteht. Auch für Gebrauchtwagen gilt sie – siehe THG-Prämie für Gebrauchtwagen.

Treibhausgasminderungsquote – Der amtliche Begriff hinter der THG-Quote: die gesetzlich vorgeschriebene Minderung der Treibhausgasemissionen, die Unternehmen erreichen müssen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen.

Typ-2-Stecker – Der europäische Standardstecker fürs Laden mit Wechselstrom. An öffentlichen AC-Ladepunkten und an Wallboxen ist er die Regel.

Umweltbonus – Die staatliche Kaufprämie für eAutos, die es bis Ende 2023 gab. Sie wurde im Dezember 2023 eingestellt. Was heute an ihre Stelle getreten ist, steht in unserem Artikel zur eAuto-Förderung.

Umweltbundesamt (UBA) – Die Bundesbehörde, bei der die Strommengen im THG-Quotenverfahren gemeldet und bescheinigt werden. Erst danach lassen sich die Zertifikate handeln.

Wallbox – Die fest installierte Ladestation für zu Hause oder in der Firma. Sie lädt deutlich schneller als eine Haushaltssteckdose und muss von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Wärmepumpe – Eine Heizung, die Wärme nicht direkt aus Strom erzeugt, sondern aus der Umgebung überträgt. Im eAuto senkt sie den Energieverbrauch fürs Heizen im Winter spürbar.

WLTP – Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure: das Prüfverfahren, nach dem Verbrauch und Reichweite ermittelt und in Fahrzeugpapieren und Prospekten angegeben werden.

Zulassungsbescheinigung – Teil I ist der Fahrzeugschein, den du im Auto mitführst und für die THG-Prämie einreichst. Teil II ist der frühere Fahrzeugbrief und bleibt zu Hause.

Du hast ein reines eAuto? Dann steht dir die THG-Prämie zu – einmal pro Kalenderjahr, unabhängig davon, wie viel du lädst.

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Sonja