THG-Quote für PV-Anlage - Wie profitieren Solarstromerzeuger?

WissensplattformTHG-QuoteTHG-Quote für PV-Anlage - Wie profitieren Solarstromerzeuger?
11.12.2024

Profitiere doppelt von der THG-Quote mit deiner Photovoltaikanlage! Erfahre, wie Solarstromerzeuger von höheren Prämien profitieren können und wann sich die Investition in zusätzliche Technik lohnt.

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ermöglichen nicht nur die Erzeugung von grünem Strom, sondern bieten durch die THG-Quote auch die Chance auf zusätzliche Einnahmen. Besonders spannend: Der Strom aus der eigenen PV-Anlage kann mehrfach angerechnet werden, was die Prämie noch attraktiver macht. 

Doch wie funktioniert dieses Modell genau? Erfahre, warum es für viele Besitzer*innen einer PV-Anlage aktuell noch wenig rentabel ist und unter welchen Voraussetzungen sich die Installation eines speziellen Zählers wirklich lohnt. 

Dieser Artikel klärt auf und zeigt, ob und wie du als Besitzer*in einer PV-Anlage profitieren kannst.

Inhaltsverzeichnis

Die Grundlagen der THG-Quote für PV-Anlagen

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein staatliches Instrument, das Unternehmen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen zu senken. Um diese Vorgaben zu erfüllen, kaufen Unternehmen Zertifikate für eingesparte Emissionen, die von Betreibern emissionsarmer Technologien angeboten werden – darunter Ladepunktbetreiber.

Besitzer*innen einer PV-Anlage können von dieser Regelung profitieren, wenn der durch ihre Anlage erzeugte Strom an öffentlichen Ladepunkten verwendet wird. Voraussetzung ist jedoch, dass der Ladepunkt bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) registriert ist und für die Allgemeinheit zugänglich gemacht wird. Für jede Kilowattstunde Strom, die dort geladen wird, erhalten Betreiber*innen eine Prämie, die sich an der eingesparten Menge CO2 orientiert.

Wie du mit Solarstrom doppelt verdienst

Wenn man eine Photovoltaikanlage oder eine Windkraftanlage betreibt und den dort erzeugten grünen Strom direkt in die Ladestation einspeisen kann, hat man die Möglichkeit, die THG-Quote zu beantragen.

Um von der erhöhten THG-Quote zu profitieren, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die erste Voraussetzung ist, dass die Ladestation öffentlich zugänglich ist.

Eine zentrale Rolle spielt darüber hinaus ein präzises Messkonzept. Es ist essenziell nachzuweisen, dass der erzeugte erneuerbare Strom direkt vor Ort in die Ladestation eingespeist und dort genutzt wird. Dafür sind spezielle, kommunikationsfähige Messgeräte sowohl bei der Stromerzeugung als auch an der Ladestation erforderlich. Diese Zähler müssen den Stromfluss und -verbrauch in 15-Minuten-Intervallen erfassen können.

Ein spezieller Zähler, der sogenannte RLM-Zähler (registrierende Leistungsmessung), misst in kurzen Zeitabständen, wie viel Strom direkt aus der PV-Anlage in den Ladepunkt fließt. Nur mit diesem Nachweis ist es möglich, die erhöhte Prämie in Anspruch zu nehmen. Die Berechnung erfolgt anschließend basierend auf den eingesparten CO2-Emissionen und dem aktuellen Marktpreis für die THG-Quote.

Der besondere Vorteil für PV-Anlagenbetreiber*innen liegt in der Höhe der Prämie: Wird der Ladestrom nachweislich aus einer Photovoltaikanlage gespeist, fällt die Vergütung 2,5-mal so hoch aus wie bei konventionellem Netzstrom. Doch wie funktioniert das?

Lohnt sich die Anschaffung eines RLM-Zählers?

Die Installation eines RLM-Zählers ist notwendig, um die erhöhte Prämie zu erhalten, verursacht jedoch zusätzliche Kosten. Diese können je nach Anbieter zwischen 250 und 1.000 Euro pro Jahr liegen. Daher lohnt sich die Investition erst ab einer bestimmten Anlagengröße.

Für die Erzeugung von 12 MWh Strom sind beispielsweise etwa 120 Quadratmeter PV-Module nötig. Viele Einfamilienhäuser in Deutschland verfügen jedoch nicht über ausreichend Dachfläche, um eine solche Leistung zu erreichen. In der Regel lohnt sich die Anschaffung eines RLM-Zählers erst ab einer Anlagenleistung von mindestens 15 kWp, was einer Fläche von rund 150 Quadratmetern entspricht.

So beantragst du die THG-Prämie für PV-Anlagen?

Um die THG-Prämie zu erhalten, sind einige Schritte notwendig:

  1. Meldung des Ladepunkts: Der öffentliche Ladepunkt muss bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Melde dich dafür beim  Meldeportal Ladesäulenregister der BNetzA. Wir helfen dir mit dieser Anleitung.
  2. Installation des RLM-Zählers: Ein Netzbetreiber installiert und konfiguriert den notwendigen Zähler.
  3. Anmeldung bei GELD FÜR eAUTO: Der Ladepunkt wird bei einem Dienstleister für die THG-Prämie registriert. Bei GELD FÜR eAUTO kannst du einfach und schnell profitieren.
  4. Regelmäßige Dokumentation: Die entnommene Strommenge sowie die Zählerstände müssen dokumentiert werden. Diese Meldung kann auch gesammelt am Jahresende erfolgen. Wichtig ist, dass die entsprechenden Nachweise jederzeit vorgelegt werden können. Weitere Informationen findest du hier.
  5. Prämienauszahlung: Am Jahresende erhalten Betreiber*innen die Vergütung für den nachgewiesenen Solarstrom.

Sichere dir jetzt deine THG-Prämie und profitiere von zusätzlichen Einnahmen – ganz einfach und nachhaltig! Lass dich für deinen Beitrag zur Umwelt belohnen und melde deinen Ladepunkt noch heute an.

JETZT THG-PRÄMIE SICHERN

Häufige Fragen zur THG-Quote und PV-Anlagen

Kann ich die THG-Quote ohne öffentlichen Ladepunkt verkaufen?

Aktuell gibt es keine Möglichkeit, die THG-Prämie direkt für den Betrieb einer PV-Anlage zu erhalten. Um von der THG-Prämie zu profitieren, ist ein öffentlicher Ladepunkt erforderlich.

Ist eine private Wallbox als öffentlicher Ladepunkt geeignet?

Ja, solange die Wallbox öffentlich zugänglich ist und im Register der Bundesnetzagentur eingetragen wurde. Dies kann auch im Rahmen eingeschränkter Zugänglichkeit, etwa während bestimmter Öffnungszeiten, erfolgen.

Wann lohnt sich die THG-Prämie für Privathaushalte?

Da ein RLM-Zähler erforderlich ist und dieser zusätzliche Kosten verursacht, rechnet sich die Prämie in der Regel erst bei großen PV-Anlagen mit mindestens 15 MWh Stromerzeugung pro Jahr. Für Privathaushalte mit kleineren Anlagen könnte eine steigende Vergütung für CO2-Zertifikate in Zukunft jedoch attraktiv werden.

JETZT THG-PRÄMIE SICHERN

Sonja